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1975, Svay Sisophon

«Das Lachen war verstummt. In den Augen alter Freunde sah ich plötzlich Fremde. Jeder Blick konnte Verrat bedeuten.»

Umbruch – Die letzten Tage

(Ende 1974 – März 1975)

Der Krieg kam nicht über Nacht. Er sickerte langsam in unser Leben in Svay Sisophon, wie Wasser in ein sinkendes Schiff. Während wir im Haus noch versuchten, Normalität zu leben, veränderte sich die Welt draussen.

Die Strassen füllten sich mit Flüchtlingen. Das Misstrauen vergiftete alte Freundschaften. Doch in dieser Dunkelheit gab es einen paradoxen Moment der Gnade: Eine alte Geste der Menschlichkeit rettete Bun Thon das Leben, als er eine Warnung von jenen erhielt, die eigentlich seine Feinde waren. Dies ist die Geschichte, wie unsere Welt zerfiel.
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